Asbestgefahr im Waldkindergarten Vlotho ?



Vlotho: Nicht ganz unbedenklich war der Standort, als es darum ging in Vlotho einen Waldkindergarten zu errichten. Schon dem Gründungsvorstand der Haselmäuse war klar, dass es durchaus zu Kontroversen führen kann, wenn man an der alten Brandruine am Rütli einen Waldkindergarten errichten will. Entsprechend waren dann die Auflagen  vom Bauamt, einen bestimmten Mindestabstand zu den Gebäuden der Brandruine einzuhalten.

Auch wurden alle Eingänge und Fenster sorgfältig mit Spanplatten und Gittern verschlossen. Alle Öffnungen im Bauzaun wurden zu gemacht. Der Kitabetrieb sollte auf der Vorderseite, auf dem ehemaligen Parkplatz statt finden. Hinter dem kleineren Mitarbeiterbauwagen waren eigentlich nur Baumaterialien und Paletten gelagert.

Besonderes Augenmerk richtete der damalige Vorsitzende auf die an der Brandruine verbauten Eternitplatten, von denen man aufgrund ihres Alters zu einhundert Prozent davon ausgehen musste, dass sie Asbest enthalten.

Die auf der Garage verlegten Asbestplatten schienen bedenklich, da sie sehr verwittert waren. Zudem waren die Wände der Garage durchfeuchtet. Die Hohlziegel schienen marode und das Dach schien auch schon instabil. 
Durch die zerfallenden Hohlziegel und das marode Dach ist der Bau in Bewegung, was wiederum dazu führt, dass an den Eternitplatten Risse und Abbruchkanten entstehen. Oft nur kleine nicht sofort erkennbare Haarrisse, die aber dennoch die gefährlichen krebserregenden Fasern massenhaft frei setzen können.
Zudem grenzt genau der vom Brand betroffene Gebäudeteil an die Garagen. Das Regenwasser mit den gelösten Asbestfasern fließt sowohl vom Dach des ehemaligen Restaurants, wie auch von der Garage, genau in die Ecke hinter den Mitarbeiterbauwagen.

Aufgrund des vorherrschenden Westwindes und des Abstandes der zu der Garage eingehalten wurde, sah man dort bisher aber kein Gefahrenpotential.

Um so erstaunter waren einige Vereinsmitglieder, dass jetzt unter der neuen ersten Vorsitzenden der Platz für den Morgenkreis vom ehemaligen Parkplatz direkt hinter den Mitarbeiterbauwagen zwischen die marode Garage und den vom Brand betroffenen Gebäudeteil mit den Asbestdächern verlegt wurde.

Wie hoch die Gefahr ist, die von Asbestfasern ausgeht, macht vielleicht ein Satz deutlich, der aus einem Merkblatt über Asbest, das vom Bayrischen Landesumweltamt herausgegeben wurde, stammt.

"Eine unbedenkliche Dosis kann bei Asbest nicht angegeben werden, da theoretisch jede einzelne Faser Krebs auslösen könnte."

Die Verwunderung über dieses unverantwortliche Verhalten, dass einige Vereinsmitglieder zum Ausdruck bringen ist also mehr als nachvollziehbar.




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Kommentare

  1. Hatte der alte Vorstand diesen Bereich nicht extra wegen dieser Gefahr abgesperrt?

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